

Presse-Auszüge WDR - "ZeitZeichen"
Zum 15. Todestag von Franz Schottkys Lehrer Sergiu Celibidache wurde am 14. August 2011 im WDR in der Serie "ZeitZeichen" eine 15-minütige Radiosendung ausgestrahlt, in der neben hervorragend ausgewählten Bruckner-Hörproben auch zahlreiche Ausschnitte eines Interviews Walter Liedtkes mit Franz Schottky zu hören sind.
Diesen Link anklicken, um das Interview als Podcast/Sounddatei zu hören:
http://gffstream-3.vo.llnwd.net/c1/m/1312896546/radio/zeitzeichen/WDR5_Zeitzeichen_20110814_0920.mp3 Süddeutsche Zeitung Feinste Nuancen Roswitha Grosse
In kleiner Streicher-Besetzung mit 13 Musikern präsentierte Celibidache-Schüler Schottky unter anderem die mitreißend interpretierte Bearbeitung von Béla Bartóks "Rumänischen Volkstänzen" und die Aufführung der viersätzigen "Serenade für Streichorchester op.11" des schwedischen Komponisten Dag Ivar Wirén mit höchsten technischen Anforderungen.
Feinste Nuancen loteten Dirigent und Musiker auch bei Mozarts C-Dur-Klavierkonzert aus.
In ihrer präzisen und ausgewogenen Spielart vermied die Kammerphilharmonie dacapo unter Franz Schottky jeglichen Kitsch und erreichte eine hohe Transparenz.
Meist steht bei Klassikkonzerten nur Musik toter Komponisten auf dem Programm. Umso schöner, wenn man mal eine Uraufführung erlebt mit sichtlich nervösem Komponisten, der nach gelungener Aufführung voller Freude auf die Bühne klettert. So geschehen beim Konzert der Kammerphilharmonie dacapo. Hier war es der Franzose Patrice Oliva, der eigens für dieses Orchester eine "Phantasie für Streichorchester" geschrieben hat. Mit starker Gestik führt Schottky die Instrumente.Zum Dank für den jubelnden Beifall gab es als Zugaben zwei beliebte Sätze aus Vivaldis Werk - Gewitter und Winterfreuden.
Unangetastet von eingeschliffener Interpretationstradition gehen Franz Schottky und seine Musiker von der Kammerphilharmonie dacapo München bei ihrer Zehnjahresfeier an musikalische Preziosen heran:
Peter Iljitsch Tschaikowskys Streicherserenade (op. 48), die oft zu einem triefenden Schmachtfetzen verkommt, behält bei Schottky ihre noble Intimität. Mit fein ziselierter Akkuratesse und nötigem Temperament spinnt er filigrane Linien. Schwelgerisch kostet er den schwungvollen Walzer aus; die wie kleine Blitze ineinanderschießenden Violinpassagen des "Tema russo" im Finale pfeifen zauberhaft durch die Luft.
Der Maestro verführt sein Orchester zu einer warmen und kraftvollen Tongebung. Das Adagio gerät zum romantisch verklärten Hirtenidyll, zum barocken Arkadien. Der gleiche Ansatz auch bei Tomaso Albinonis Konzert für Oboe und Streicher, d-moll. Wiederum berührende Intensität im schwebenden Duett zwischen Oboe und Orchester. Als kluger Orchestererzieher hat Schottky das "dacapo" auf blitzschnelle Reaktionsgeschwindigkeit trainiert. Das kommt dem rhythmisch pulsierenden Charakter des Mozart-Divertimento C-Dur nur entgegen. Dann Leos Janáceks Streichersuite: subtile Klänge, von Schottky gekonnt inszeniert, die direkt ins Zuhörerinnere dringen. |